PRESS DIRTY CHICKEN:


Neue Zürcher Zeitung

New Orleans an der Limmat: da denkt man unweigerlich an das alljährlich stattfindende Festival, das authentische Marching Bands aus den amerikanischen Südstaaten nach Zürich holt. Die CD, welche das Ensemble «Dirty Chicken» soeben veröffentlicht hat, wäre indes eine perfekte Falle für jeden Blindfold-Test. Denn was die acht jungen Jazzer aus Zürich vergangenes Jahr den Mikrophonen des lokalen Radiostudios anvertraut haben, klingt fast haargenau wie das, was man in den Strassen der legendären Wiege des Jazz heute mitbekommt. In schönster «Second Line»-Tradition legen die beiden Perkussionisten Dominik Egli und Thomas Friedli zusammen mit dem beweglichen Tubisten Leo Bachmann das Fundament, auf das die Bläser um den Posaunisten Martin Richard Lehner solide Häuser bauen können. Das Repertoire ist - ähnlich wie dasjenige der Südstaaten-Vorbilder - zeitgemäss und «hip». Da regieren nicht nur Parker und Gillespie, sondern auch Michael Jackson, Maceo Parker und Ray Charles. Selbst Ennio Morricone kommt kurz zum Zug.


Dirty Chicken ist eine perfekte Partyband, die auf humoreske Weise beste Stimmung verbreiten kann. CD: Dirty Chicken: Eggstream (Chickeria Records).

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